Forschungsarbeit

 

 

Achtsamkeit und Resonanz im Umgang mit Menschen

 

 

Eine Feldstudie zu möglichen synergetischen Wirkungen gemeinsamer Aspekte gesundheitsfördernder Wirkungen bei unterschiedlichen psychosomatischen Behandlungsmethoden und die Entwicklung interdisziplinär übergreifenden Tools zur Herstellung von Resonanz bei psychosomatischen Behandlungs- und Selbsthilfemethoden.

 

 

 

Eine wissenschaftliche Forschungsarbeit in Form eines Pilotprojektes des Yoga Instituts Dr. Schmida Wien (siehe Satzung § 3 Absatz 2 a) in Zusammenarbeit mit dem Human Nature Forschungsprojekt Bad Gastein.

 

 

 

Zeitrahmen für das Pilotprojekt ist April 2017 bis Dez. 2019

 

  

Leitung und Durchführung:

 

A) Institut Dr. Schmida, Bund für neue Lebensformen, Wien.

B) Diplom Psychologe Andreas Tack, Bad Gastein.

 

  

 

Mit dem Tod von Susanne Schmida im Jahr 1982 ist es im Yoga Institut Dr. Schmida zu einem merklichen Rückgang von Integrationsversuchen von Vision und Therapie, Tanz und Meditation, Philosophie und Spiritualität gekommen.

 

In einem Pilotprojekt sollen nun die gesundheitsfördernden Wirkungsmechanismen von unterschiedlichen psychosomatischen Behandlungs- und Selbsthilfemethoden herausgearbeitet werden.

Im weiteren soll untersucht werden, ob sich diese Wirkungen als instrumentalisierte Anwendungsmöglichkeiten (Tools) bezüglich gesundheitsförderlicher Wirkungen innerhalb psychosomatischer Behandlungs- und Selbsthilfemethoden integrieren lassen.

 

 

 

 

Beschreibung.

 

1.  Ausgangspunkt

 

In einem Beitrag von Ursula Baatz ("Für eine Religiösität nach dem Ende der Religionen-Yoga-Tanz-Philosophie: Susanne Schmidas Einweihungsweg, erschienen 1997") wird herausgearbeitet, wie der " Traum vom neuen Zeitalter, in dem beides, das Rational Kausale und das Intuitiv-Analoge von den Menschen gelebt werden kann...".

Dieser alten Tradition folgend sollen nun neue und zeitgemäße Integrationsversuche unternommen werden.

 

2. Forschungsfrage

 

Mittlerweile erkennen wir mehr und mehr, dass es keine klare Abgrenzung zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft gibt.

Gustav Theodor Fechner (1801-1887) schrieb": Lebendiges wir von Lebendigem erzeugt, Beseeltes nur von Beseeltem, Geistiges nur von Geistigem hervorgebracht. Der Satz von der Erhaltung der Energie gilt auch im Bereich des Geistes."

Die Wirkmechanismen, wie Geist und Materie aufeinander einwirken sind bei vielen psychosomatischen Ansätzen vergleichbar.

Das Forschungsvorhaben soll Fragen nach diesen Wirkmechanismen beleuchten.

 

3. Idee, Hypothese und Ziele

 

Wenn Menschen denken oder fühlen, dann entsteht immer ein Informationsfluss zwischen Geist und Materie. Das ermöglicht es uns Menschen, Gedanken in Handlung umzusetzen. So können wir uns beispielsweise rein körperlich bewegen.

Informationsfluss entsteht dabei in erster Linie im lebendigen System selbst.

Darüber hinaus können Gedanken und Gefühle sich auch außerhalb unseres eigenen Körpers auswirken. Wir können durch Worte, Berührungen und unsere Ausstrahlung äußere Wirkungen hervorrufen.

Diese Art von Interaktion kann eine Resonanz im inneren und äußeren bewirken.

Unser Bewusstsein ist das Tor, durch das alle Wahrnehmungen und Informationen hindurchgegangen. Unser Verstand bringt das bewusste Denken hervor und daraus folgen sinngebende Gedankengänge des zentralen Nervensystems.

Unterbewusst verarbeitete Informationen die vom vegetativen System beeinflusst werden, bringen Emotionen hervor.

Denkvorgänge in Kombination mit Emotionen können körperlich und mental wünschenswerte Veränderungen bewirken.

" Das Wahrgenommene wird von Gefühlen interpretiert, mit Sinn und Bedeutung versehen und vom Verstand in ein Ordnungsschema eingeordnet." So entsteht die subjektive Welt

Hypothese:

Gesundheitsfördernde Maßnahmen brauchen eine Wiederherstellung der Resonanz zwischen Körper Geist und Seele, und es gibt Tools mit denen diese Wiederherstellung durchgeführt werden kann.

 

Wie sich diese Resonanz im Rahmen psychosomatischer Behandlungs- und Selbsthilfemethoden bewusst hervorrufen lässt ist zentrales Thema des Forschungsvorhabens.

 

 

4. Forschungsdesign

 

Im Rahmen der Institutes Dr. Schmida gibt es eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Verfahren. (a-z Reihenfolge)

 

 

1.      Ayurveda,

2.      Biodanza,

3.      Feldenkrais

4.      Homöopathie,

5.      Klangschalen Massage

6.    Philosophie,

7.      Pilates,

8.      Psychotherapie,

9.    Qi Gong,

10.  Shiatsu

11.  Spiraldynamik,

12.Tanz,

13.  Touch for Health,

14.  Vitalität mit den fünf Elementen

15.  Yoga,

16.Zwei Punkt Methode,

 

uvm.

 

1) In einer ersten Phase (April-Dez. 2017) sollen folgende Maßnahmen erfolgen:

 

a) Literaturstudien bezüglich der Wirkmechanismen bei den einzelnen Verfahren.

 

b) Drei Gesprächsrunden mit möglichst vielen institutsangeschlossenen Anbietern dieser

    Verfahren. (Je 3 Zeitstunden geführte Diskussion im Institut Dr. Schmida).

 

c) Teilnehmende Beobachtung: Möglichst viele der Anbieter sollen ihr Verfahren mit dem

    der anderen Anbieter mindestens einmal teilen und ihre subjektiven Eindrücke bezüglich

    Gemeinsamkeiten des Zugangs kurz dokumentieren. (Ein Leitfaden dafür wird auf

    Wunsch zur Verfügung gestellt).

 

 

Resonanz entsteht unter anderem durch bewusste und weitgehend objektivierbare Prozesse wie z.B. Sprache, Mimik, Environment, Aufmerksames Zuhören, Verstärkung, Berührung oder Vorbildfunktion,

und auch durch unbewusst gesteuerte Prozesse wie z.B. Empathie, Liebevolle Zuwendung, Unbekümmertheit, innerer Ruhe, Zuversicht, Freude, Vertrauen, Spiritualität, Visualisierung, Spiegelfunktion. uvm.

 

 

Operationalisiert werden diese Aspekte anhand der zu dokumentierenden Auswirkung auf die Einschätzung positiv empfundener Emotionen wie z.B. Freundlichkeit, Freude, Ausgeglichenheit, Zuversicht und Entspannungsgefühl.

 

 

 

d) Eine Gesprächsrunde im Plenum in der die gesammelten Eindrücke gesammelt und

    diskutiert werden (ca.3 Stunden).

 

e) Abschließend ein erster schriftlicher Versuch, in dem die durchgeführten Maßnahmen

    dokumentiert, geordnet und interpretiert werden.

 

 

2) In einer zweiten Phase (Jan. 2017 bis Dez. 2019) sollen folgende

     Maßnahmen erfolgen:

 

Auf Basis der erhobenen Informationen werden interdisziplinäre übergreifenden Tools zur Herstellung von Resonanz systematisiert sowie auf Validität (Gültigkeit) und Reliabilität (Wiederholbarkeit) geprüft.

 

a.         Alle Anbieter werden mündlich und schriftlich gebeten, ihre persönlichen Meinungen und Erfahrungen bzgl. interdisziplinär übergreifender Tools zur Herstellung von Resonanz zu dokumentieren. (Die Dokumentationen werden anonymisiert und einem sorgfältigem Datenschutz anvertraut).

 

b.         Ein Manual mit hilfreichen Tools wird erstellt.

 

c.         In Kleingruppen d.h. 2 bis 4 Anwender erproben diese Tools in der Teilnehmenden Beobachtung und dokumentieren ihre diesbezüglichen Erfahrungen. Insgesamt sollten ca. 25 Erfahrungsberichte bis Ende 2019 vorliegen.

        Weitere 25 Erfahrungsberichte werden bei einer Vergleichsgruppe erstellt, bei der rein technisch eine Magnetfeldanwendung durchgeführt wird.

 

 

d.         Die Anwender werden gebeten, einen oder mehrere Tools bei ihren Verfahren einzusetzen und ihre Erfahrungen damit zu dokumentieren.

         (Die Dokumentationen werden anonymisiert und einem sorgfältigem Datenschutz anvertraut).

 

 

e.         Eine abschliessende schriftliche Auswertung der Maßnahmen wird erstellt und dem Institut Dr. Schmida ( ggf. auch zur Veröffentlichung) zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

5. Perspektiven und weiterführende Überlegungen

 

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes soll insbesondere dem Institut Dr. Schmida, allen Mitarbeitern des Institutes und darüber hinaus allen Anwendern gesundheitsförderlicher Maßnahmen eine Anregung sein und eine Hilfe zur persönlichen Weiterentwicklung anbieten.

 

Die von Frau Dr. Schmida begonnene interdisziplinäre und integrative Arbeit soll mit diesem Forschungsprojekt wiederaufgenommen und weitergeführt werden.

 

Weitere Forschungen um die Validität und die Reliabilität der Tools zur Resonanz werden sich dadurch entwickeln.

 

Bad Gastein am 17.4.2017

 

Dipl. Psych. Andreas Tack